Ösi-Tips für EBAY-Käufer und -Verkäufer
im Zusammenhang mit Fälschungen


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Zu diesen Tips möchte ich anmerken, dass das alles nur meine rein persönliche Meinung
ist und dass es natürlich jeder für sich entscheiden muss ob er/sie das auch so sieht.

Ösi-Tips für EBAY-Käufer

1.) Bei seltenen Schlümpfen von denen es bekannterweise Fälschungen gibt, immer vor dem Bieten den Verkäufer anschreiben und sich die Echtheit bestätigen lassen (ausser es steht schon im Auktionstext dass es sicher Originale sind)!

2.) Seid extrem vorsichtig wenn Auktionen als "Privatauktion" deklariert sind. Denn dieses Mittel wird leider oft von unseriöse Verkäufer verwendet um sich davor zu schützten dass Leute die die Fälschungen erkennen die Bieter warnen oder dass Leute die geschädigt wurden untereinander Kontakt aufnehmen. Ein weiterer Grund wieso manche Verkäufer ihre Auktionen als "Privatauktion" deklarieren ist, weil sie selber einen zweiten Usernamen bei Ebay haben und auf ihre eigenen Auktionen bieten um den Preis in die Höhe zu treiben. Kann natürlich auch sein dass Verkäufer "seriöse Gründe" haben ihre Auktionen nicht offenzulegen, aber ich persönlich biete aus den oben genannten Gründen grundsätzlich nie auf Privatauktionen.

3.) Schaut Euch auch vor dem Bieten unbedingt die Bewertungen an, besonders die Negativen und Neutralen. Wer das Bewertungsprofil als "Privat" markiert hat, hat immer etwas zu verbergen. Selbst wenn jemand nur positive Bewertungen hat. Denn es kann ja sein dass jemand nachdem er schon positiv bewertet hat, darufgekommen ist dass er eine Fälschung bekommen hat und das dann im Zusatztext zu der positiven Bewertung angeführt hat.

4.) Ein Trick, der oft verwendet wird, ist besonders seltene Schlümpfe (wie die Betenden) einfach bei einer Auktion mit mehreren anderen (wertlosen) Schlümpfen dazuzustellen, so als wüsste der Verkäufer nicht, was diese Schlümpfe wert wären (wenn sie echt wären). Es kann natürlich schon vorkommen, dass Verkäufer das wirklich nicht wissen, aber oft wird das nur deshalb so gemacht, damit man später besser den Unwissenden spielen kann, wenn sich jemand beschwert dass es eine Fälschung ist. Schreibt die Verkäufer hier unbedingt vor dem bieten an und lasst Euch die Echtheit bestätigen!

5.) Wenn jemand behauptet, dass er die Schlümpfe vom Flohmarkt hat, dann ist das auch meist recht verdächtig, denn damit wollen sich oft die Fälschungsverkäufer "abputzen" (a la "Woher sollte ich wissen dass das Fälschungen sind?")

6.) Wenn jemand schreibt, dass er für die Echtheit nicht garantieren kann, dann heisst das übersetzt "Höchstwahrscheinlich gefälscht" (siehe unten)


Ösi-Tips für EBAY-Verkäufer

Gefälschte Artikel zu verkaufen ist natürlich an sich verboten, denn gegen das Urheberrechtsgesetz verstosst man hier immer. Obwol es hier ein harmloser Verstoss ist, denn es sind ja Sammlerartikel die vom Originalhersteller nicht mehr produziert werden (man nimmt denen also kein Geschäft weg) und es ist auch eine Tatsache, dass bei Schlümpfen auch Fälschungen gesammelt werden und viele Sammler sind daher froh darüber, dass auch Fälschungen bei Ebay verkauft werden.

Es ist eine Frage der Fairness und auch eine rechtliche Frage WIE man Fälschungen verkauft. Auf keinen Fall darf man so tun als wäre es ein Original!

Hier muss man aber auch beachten, dass man bei Ebay nicht im Klartext zugeben darf, dass etwas SICHER eine Fälschung ist. Denn dann wäre Ebay gezwungen die Auktion sofort ohne Rückfrage zu löschen (mit Rücksicht auf das Urheberrecht).

Beispiel: Wenn man schreibt "Ich vermute, dass es eine Fälschung ist" oder "Es ist vielleicht eine Fälschung" dann ist es O.K. Denn wenn man nur vermutet, dann hat Ebay keine Beweise, dass es so ist und unternimmt nichts (wartet also quasi auf eine Beschwerde des Urheberrechtseigentümers.)

Aber wenn man schreibt "Es ist (sicher) eine Fälschung", dann wird Ebay die Auktion löschen. Denn dann hat man den Beweis schon selber geliefert.

Das ist eigentlich verrückt, dass es Ebay so handhabt, denn natürlich ist die zweite Aussage ehrlicher, aber es ist halt nun mal so.

Ebenso muss man aufpassen mit Wörtern wie "Fälschung", "gefälscht", "Fake" und "Replikat". Wenn man diese Wörter im Text hat, dann findet das Ebay-Kontrolling die Auktion realtiv leicht, weil sie diese Wörter in Ihrer Suchmaschine haben. Wenn sie dann z.B. eine Textstelle finden wie z.B. "Das ist ein Fake" (sprich: man gibt zu es ist SICHER eine Fälschung), dann ist die Auktion schon gelöscht. Aber normalerweise sucht Ebay gar nicht nach Auktionen bei denen Urheberrechte verletzt werden, sondern wartet darauf, dass diese Verkäufer von anderen Usern "verpetzt" werden.

Was aber wirklich schlimm ist, ist wenn jemand gefälschte Schlümpfe so einstellt, als wären es Originale. Denn das ist nicht nur extrem unfair den Bietern gegenüber, es verstösst auch gegen das VERBRAUCHERSCHUTZGESETZ, das besagt dass Mängel an einer zum Verkauf angebotenen Ware offengelegt werden müssen (Einen grösseren "Mängel" als dass es sich um eine Fälschung handelt, kann es bei Sammlerartikeln mit entsprechendem Sammlerwert ja gar nicht geben). Das ist übrigens auch eine Ebay-Regel.

Da nützt es auch nicht wenn neuerdings alle diese "berümten" Sätze hinschreiben, dass es ein Privatverkauf unter Ausschluss von Gewährleistung ist. Ein geschädigter Kunde muss hier gar nicht auf Gewährleistung klagen, er kann nach dem Verbraucherschutzgesetz auf "arglistige Täuschung" klagen. Das hat mit Gewährleistung gar nichts zu tun. Denn es ist nicht ein Mängel an einer Ware, es ist Betrug!

Zudem verwechseln hier sowieso die meinsten Gewährleistung und Garantie. Das ist etwas komplett anderes. Gewährleistung bezieht sich nur auf den Zustand einer Ware ZUM ZEITPUNKT DER ÜBERGABE an den Kunden und es ist niemand verpflichtet Garantie für Zeit danach zu geben. Weder ein Privater noch eine Firma. Das neue Gesetz mit der 1-2 jährigen Gewährleistungsfrist (nicht Garantiefrist!) bei Gebrauchtwaren sagt also im Prinzip nichts anderes als dass der Schlumpf zum Zeitpunkt der Übergabe in Ordnung (sprich - so wie in der Auktion beschrieben) sein muss. Aber genau das besagen, wie gesagt auch andere Gesetze.

Manche Verkäufer gehen hier bei Ihren Hinweisen, dass es sich um Fälschungen handelt haarscharf an die Grenze des zulässigen heran und verschleinern die Tatsache, dass es sich um Fälschungen handelt in wagen Andeutungen wie "die Markierungen sind unklar", "man sieht deutliche Gussformränder" oder der "Klassiker" um sich abzuputzen "Ich hab den Schlumpf vom Flohmarkt".

Ich dachte ehrlich gesagt auch einmal dass es reicht bei Fälschungen hinzuschreiben, dass die Markierungen unklar sind, aber scheinbar gibt es tatsächlich nicht wenige Sammler die nicht mal einen der Sammlerkataloge haben wo drinsteht, dass man daran Fälschungen erkennt. Sonst würde es nicht immer wieder genau solche Auktionen geben, wo die Preise in Höhen schnellen wo man sich sicher sein kann, dass die Schlümpfe für Originale gehalten wurden.

Die meiner Meinung nach fairste und beste Methode ist daher zu schreiben: "Es handelt sich VERMUTLICH um keine Originale."

Wenn dennoch jemand Unsummen darauf bietet, dann ist er meiner Meinung nach wirklich selber schuld.

Dennoch muss ich natürlich anmerken, dass man sich wenn man Fälschungen verkauft immer in einer "rechtlichen Grauzone" bewegt. Wenn man wie oben beschrieben für Käufer erkennbar offen legt, dass es sich um Fälschungen handelt, dann ist es aber noch relativ harmlos, denn da verstösst man wenigstens "nur" gegen das Urheberrecht. Der Besitzer des Urheberrechtes wird in den meisten Fällen wegen vereinzelten Kleinverkäufen unter Sammlern nichts unternehmen. Da lohnt sich der Aufwand nicht. Die interessieren nur die "grossen Fische".

Aber wenn man so tut, als ob es Originale wären, dann wird jemand geschädigt und zwar derjenige, der einen hohen Preis wie für ein Original für eine Fälschung zahlt. Und damit verstösst man klar gegen das Verbraucherschutzgesetze und da kann der klagen der geschädigt wurde (also der Käufer)!


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